LANDKREIS UELZEN: Planungs- und Entscheidungsgrundlagen für ein neues Kreishaus

14.10.2016

News

UELZEN. combine Consulting wurde im Frühjahr dieses Jahres damit beauftragt, auf Basis einer fundierten Bedarfsanalyse ein Nutzerbedarfsprogramm für ein neues Kreishaus des Landkreises Uelzen zu entwickeln. Anhand dieses Anforderungsprofils wurden die zur Auswahl befindlichen Standorte im Hinblick auf die Abbildbarkeit der Flächenbedarfe und die zu erwartenden Herstellungskosten geprüft. Anfang Juni legte combine Consulting die Ergebnisse in Form einer Planungs- und Entscheidungsgrundlage vor, die auch die künftigen Anforderungen an ein modernes Verwaltungsgebäude, bezogen auf die Aufgaben und Verwaltungsabläufe, umreißt. Aufgrund des Alters des jetzigen Kreishauses an der Veerßer Straße (Baujahr 1954) und des hohen Sanierungsbedarfs hatten sich die politischen Verantwortlichen des Landkreises für einen Neubau des Verwaltungsgebäudes ausgesprochen. 

Neben den hohen Kosten, die denen für einen Neubau entsprechen würden, sprach auch die Tatsache, dass in einem sanierten Kreishaus die „neuen Arbeitswelten“ kaum zu realisieren wären, gegen  eine Sanierung. Zudem blieben die derzeit sechs Außenstellen des Landkreises dauerhaft bestehen, was Synergien in der Flächennutzung und in der verstärkten kooperativen Zusammenarbeit beeinträchtigen würde. 

Für die Anforderungsermittlung an den Neubau hatte combine Consulting im Vorfeld gemeinsam mit der Arbeitsgruppe „Kreishaus Neubau“, bestehend aus Verwaltungsmitarbeitern des Landkreises Uelzen, den künftigen Flächenbedarf untersucht und rund 15.000 m² BGF definiert. 

Die Arbeitsgruppe hatte ursprünglich sieben potenzielle Standorte für den Neubau in Erwägung gezogen, vier davon wurden schließlich in einer Business-Case-Analyse von combine Consulting unter quantitativen, funktionalen und qualitativen Gesichtspunkten näher betrachtet. Bewertet und gewichtet wurde anhand folgender Hauptkriterien: 

•    Lage und Anbindung 
•    Infrastruktur mit Verkehrsanbindung 
•    Kosten von Grundstücksgegebenheiten
•    Planung und Bebaubarkeit 

combine stellte die ermittelten Flächenbedarfe in Form von städtebaulichen CAD-Simulationen auf den Grundstücken dar und reduzierte die Grundstücksgröße soweit möglich (siehe Grafik). Die davon abgeleiteten Flächenangaben sowie weitere Faktoren wie z. B. die Erschließung des Grundstücks fanden Eingang in die Wirtschaftlichkeitsbetrachtung. Der normierte Vergleich der Standorte zeigte schließlich auf, dass der Standort Eschemannstraße gemeinsam mit dem Standort Ebstorfer Straße hinsichtlich der qualitativen und quantitativen Bewertung die wirtschaftlichste Lösung darstellt.

Die Verwaltung wurde nun vom zuständigen Kreisausschuss beauftragt, die tatsächlichen Realisierungsmöglichkeiten auf den Grundstücken Ebstorfer Straße und Eschemannstraße zu prüfen und auch die planungsrechtlichen Fragen mit der Stadt zu klären. Die Entscheidung zum konkreten Standort soll abschließend im Kreistag getroffen werden.

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