Das Thema „Hochmodernes Planen und Bauen“ stand im Fokus des Infoabends zur Kammermitgliedschaft der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau am 17. Juli in München. Die Ingenieurekammer-Bau stellte ihr neues Netzwerk „Junge Ingenieure“ vor. Auch die junge Initiative „Digital Builders Munich“, die sich zum Ziel gesetzt hat, die Digitalisierung der Bau- und Immobilienwirtschaft voranzutreiben, zog bei dem Event Zwischenbilanz und präsentierte ihre Zukunftsvisionen. Einen Einblick in die Planung und den Bau des hochkomplexen Projektes „ESO Supernova“ gab an diesem Abend das Architekturbüro Bernhardt + Partner in Kooperation mit dem Ingenieurbüro Bollinger + Grohmann.
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„Die Digitalisierung wird zu aller erst uns selbst verändern, und das beeinflusst nicht nur was wir bauen sondern im Wesentlichen auch wie wir bauen. Die Zukunft des Bauens wird also vor allem heißen: Miteinander!“

Die unabhängige Plattform Digital Builders Munich verfolgt das Ziel, Start-Ups, etablierte Unternehmen sowie Politik und Forschung zusammenzubringen, um gemeinsam die digitale Transformation der Bau- und Immobilienwirtschaft voranzutreiben. Michael Gisdol, Consultant bei der combine Consulting GmbH, ist einer der Gründer der jungen Initiative aus München, die sich der Frage der Relevanz und dem richtigen Einsatz von neuen Technologien und Methoden widmet – mit dem Ziel, die Branche nachhaltig zu unterstützen und aktiv mitzugestalten.

In einer kurzen Vorstellung ihrer Zukunftsvision stellten die Digital Builders Munich am 17. Juli heraus, dass Kollaboration und Transparenz ihr Ansatz zum Fortschritt ist – denn Innovation würde oftmals einfach eine kluge Kombination aus bestehenden Dingen darstellen. Dies versucht die junge Initiative über interaktive Veranstaltungsformate, bei denen das Miteinander im Vordergrund steht, herauszufordern.

„Wenn Transparenz und Kollaboration unsere Vision ist, dann haben wir nichts weiter als einen Paradigmenwechsel in unserer Branche vor.“

Was entstehen kann, wenn sich die verschiedenen Akteure zu einem kurzen Workshop treffen, zeigen die Ergebnisse der vergangenen Veranstaltungen der Digital Builders Munich. Die Bereitschaft und der Wille zum Wandel ist beeindruckend und bestätigt den eingeschlagenen Weg. Die Initiative hat es sich zum Ziel gesetzt, alle Beteiligten abzuholen, zu Technologien aufzuklären, Transparenz zu schaffen und die Branche zu befähigen, mit der Digitalisierung umzugehen.

„Aufgrund der hohen geometrischen Komplexität des Projektes wurde des Bauwerk innerhalb des Planungsprozesses anhand eines parametrischen 3D-Modells entwickelt und koordiniert.“

Abgerundet wurde der Abend mit einem hochspannenden Vortrag zum ESO Supernova, dem neuen Planetarium in Garching bei München. Das ESO Supernova Planetarium & Besucherzentrum ist ein hochmodernes astronomisches Zentrum für die Öffentlichkeit, das 2018 fertiggestellt wurde. Aufgrund der hohen geometrischen Komplexität des Projektes wurde das Bauwerk innerhalb des Planungsprozesses anhand eines parametrischen 3D-Modells entwickelt und koordiniert. Die Schal- und Bewehrungsplanung wurde mit einem intelligenten Script aus dem 3D-Modell abgeleitet. Der Entwurf des Gebäudes, der von einer Supernova abgeleitet wurde, stammt vom Darmstädter Architekturbüro Bernhardt + Partner.

Bayerische Ingenieurekammer-Bau
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