30.04.2021. Die Ausweitung von Homeoffice hat im Zuge der Coronakrise und der neuen Arbeitsschutzverordnung des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales erneut einen deutlichen Schub erhalten. Das stellen wir nicht nur bei combine im Austausch mit unseren Kunden und dem damit einhergehenden Beratungsbedarf fest, das belegen auch aktuelle Studien, wie z. B. die jüngste Befragung des Bayerischen Forschungsinstituts für Digitale Transformation (bidt) zur Verbreitung und Akzeptanz von Homeoffice in Deutschland. Sie zeigt, dass die Nutzung von Homeoffice so hoch wie nie ist: 49% aller erwachsenen berufstätigen Internetnutzerinnen und -nutzer befinden sich aktuell mindestens ab und zu im Homeoffice. Der Anteil derer, die mehrmals pro Woche von zu Hause aus arbeiten, hat sich gegenüber der Zeit vor der Coronakrise von 20 % auf 41 % verdoppelt. Auch die Zufriedenheit der Beschäftigten im Homeoffice ist weiterhin hoch: 79 % geben an, sehr zufrieden oder eher zufrieden zu sein.

Durch die aktuelle „Dritte Welle“ ist das Thema mobile Arbeit wieder vermehrt in den Fokus gerückt. Doch was bedeuten diese Erkenntnisse für die Zeit „nach Corona“? Werden Organisationen Mobile Arbeit in längerfristige, zukunftsfähige Arbeitsweltenkonzepte integrieren? Bewegt die Pandemie Unternehmen tatsächlich zum Umdenken auch über angeordnete Lockdown-Phasen hinaus?

Wir wollten Antworten auf diese Fragen, die uns auch in unserem Projektalltag tagtäglich beschäftigen, und haben uns in einer Umfrage bei unseren Kunden erkundigt, wie Sie nach einem Jahr Pandemie zum Thema Mobilarbeit stehen.

Erkenntnis Nr. 1: Nahezu alle von uns befragten Unternehmen in Deutschland beschäftigen sich derzeit mit ihrem Mobilarbeitsanteil. Sie haben durch ihre erstmaligen Erfahrungen mit Mobilarbeit während der Lockdown-Phasen die Möglichkeiten des Desksharing für sich entdeckt und entsprechende Projekte gestartet.

Erkenntnis Nr. 2: Viele Unternehmen mit bereits etabliertem Desksharing justieren ihren Anteil an Mobilarbeit stark nach oben.

(Die Desksharingrate gibt an, wie das Verhältnis von ASR-konformen Schreibtischen zu Mitarbeitenden ist. z.B. bedeutet ein Desksharing von 0.8, dass 10 Mitarbeitenden 8 Tische zur Verfügung stehen.)

Erkenntnis Nr. 3: Unternehmen fördern zunehmend mit unterschiedlichen Benefits die Mobilarbeit Ihrer Mitarbeiter.

  • 35% geben allgemein einen Zuschuss auf monatlicher Basis
  • 80% bezuschussen IT-Equipment
  • 25% fördern Homoffice-Mobiliar
  • 55% geben zusätzliche Benefits wie Masken, flexible Arbeitszeiten oder erweiterte Buchungstools für Arbeitsorte

Dietmar Harhoff, Direktor am Bayerischen Forschungsinstitut für Digitale Transformation, bestätigt durch die eingangs genannte Studie auch unsere Umfrageergebnisse: „Durch Corona wird sich die Nutzung und Akzeptanz von Homeoffice nachhaltig verändern. Inzwischen erwägt die Mehrheit der deutschen Unternehmen, Homeoffice-Möglichkeiten auch künftig verstärkt anzubieten“.