Seit 1956 prägen wir zusammen mit unseren Vorgängergesellschaften Quickborner Team (QT) und macon die Gebäudeorganisation und Entwicklung neuer Arbeitswelten. Schon in den 60er Jahren werden mit der legendären „Bürolandschaft“ internationale Standards in der Arbeitswelt gesetzt. combine führt seit 2015 die visionären Wurzeln der beiden renommierten Beratungsunternehmen fort. Die Historie einer erfolgreichen Evolution (Teil 1: 50er Jahre bis Jahrtausendwende).

1958 – 1960, Boehringer Mannheim: Erste organisatorische Planung einer Bürolandschaft.

1960er Jahre: Mit Organisatorischer Gebäudeplanung von Quickborn aus in die Welt

Im Jahre 1956 wurde in Hamburg die „Velox-Organisation Hermann Dunst GmbH“ gegründet, eine Handelsvertretung des schleswig-holsteinischen Büroausstatters Velox, spezialisiert auf Büroplanung und -organisation. Die Inhaber Eberhard und Wolfgang Schnelle sowie Hermann Dunst hatten erkannt, dass eine bessere Büroausstattung nur dann zu verbesserten Arbeitsplätzen und -ergebnissen führt, wenn die Arbeitsprozesse auch besser organisiert werden. Mit dieser Aufgabe waren jedoch die meisten Unternehmen überfordert – und Berater für Büroplanung und -organisation bis dato unbekannt.

Die neu gegründete Beratungsgruppe löste sich 1960 von den Velox-Werken und entwickelte sich schnell zu Deutschlands maßgeblichem Beratungsunternehmen für Bürohausplanung und Organisation mit einer eigenen Philosophie zu Funktion und Struktur von Planungsteams. Gleich das erste große Beratungsprojekt sorgte für große Aufmerksamkeit: Für das neue Verwaltungsgebäude des Pharmakonzerns Boehringer in Mannheim entwickelte das Planungsteam 1960 die erste zukunftsweisende, kommunikationsfreundliche Bürolandschaft – eine Premiere in der deutschen Bürowelt.

1963, Eberhard Schnelle: „Die innere und äußere Form des Bürohauses wurde erst nach dem 2. Weltkrieg ein Problem, bis zu diesem Zeitpunkt entstanden die Bürobauten mit an statischen und hierarchischen Vorstellungen orientierten inneren Strukturen. Die nahe Zukunft aber wird die direkte Kommunikation zwischen Mensch und Maschine bringen. Daher gilt es, die Symbiose zwischen Mensch, Maschine und Methode möglich zu machen, die Humanisierung der Arbeitswelt“. (Quelle: 2006, 50 Jahre QT)

1961, Bertelsmann, Gütersloh: Realisierung einer Bürolandschaft

1962 zog das schnell wachsende Unternehmen von Hamburg ins schleswig-holsteinische Quickborn, und ab 1966 nannten sich die Berater offiziell „Quickborner Team Gesellschaft für Planung und Organisation mbH“. Zu den namhaften Kunden jener Tage zählten unter anderem die Bertelsmann AG, Osram, Orenstein & Koppel und BASF.

Ab Mitte der Sechzigerjahre exportierte das QT sein revolutionäres Konzept der Bürolandschaft als „office landscaping“ auch weit über die Landesgrenzen hinaus.
In den USA gab das QT sein Debüt 1967 mit der Planung der Bürolandschaft bei E.I. DuPont de Nemours & Co. und eröffnete eine US-Dependance in Millburn, NJ. Es folgten Aufträge für Eastman Kodak in Rochester, die Mercedes Benz-Hauptniederlassung in New York und eine Feasibility Study zu den Entwürfen für das neue Arbeitsministerium in Washington.

Aufträge in Schweden, den Niederlanden, Irland, Hongkong (der Neubau der Hongkong and Shanghai Bank, realisiert in enger Zusammenarbeit mit dem Stararchitekten Lord Norman Foster), Venezuela und Saudi Arabien schlossen sich an.

1970er- und 80er Jahre: Metaplan und das Konzept des „reversiblen Büros“

1977 – 1979, Dresdner Bank, Frankfurt a. Main: Belegungsplanung für 24 Geschosse Bürolandschaft.

Ab 1969 beauftragte die Bundesregierung das QT mit einem Auftrag zur Optimierung von Büroorganisation und Prozessen im Bonner Bundeskanzleramt, nämlich „Reform der Struktur von Bundesregierung und Bundesverwaltung“. Ferner mit einem Auftrag zu einer „Studie zur Bauprogrammplanung des Deutschen Bundestages“.

Bei diesem Auftrag kam bereits eine vom QT entwickelte Methode namens Metaplan zum Einsatz, aus der die Gebrüder Schnelle später gemeinsam mit Hermann Dunst ein eigenes Beratungsunternehmen formten. Während die Unternehmensgründer ihre Anteile verkauften und sich mit Metaplan auf die Moderation von Entscheidungsprozessen konzentrierten, blieb der größere Teil der „QTler:innen“ der Organisations- und Gebäudeplanung treu.

1973 zog das QT nach Hamburg. Das neue Konzept des „reversiblen Büros“ wurde entwickelt und statt der Bürolandschaft wurden zunehmend Bürogebäude mit kleiner strukturierten Büromischformen geplant.

Die 90er und 2000er Jahre: Kombibüro, Desk-Sharing und Flexible Office

1984 – 1986, Colonia Versicherung, Köln: Organisations- und Gebäudeplanung, Umsetzung des Gruppenraumprinzips

Ein weiterer Meilenstein in der Geschichte des QT war Anfang der Neunzigerjahre die Beauftragung und Beteiligung an der Planung des Regierungsumzuges von Bonn nach Berlin durch die Bundesbaudirektion unter dem Titel:“ Raum- und Funktionsplanung für oberste Bundesbehörden am Standort Berlin“ ab 1994. Im Auftrag der Bundesregierung entwickelte das QT für 13 Ressorts bzw. Ministerien nach Gebäudestudien entsprechende Belegungskonzepte sowie Flächenbedarfsprogramme, dank derer der Raumbedarf für die Bundesbehörden in Berlin beträchtlich verringert wurde und etwa eine halbe Milliarde Euro eingespart werden konnten.

Mit Neubauprojekten für die VR Leasing in Eschborn und Boehringer in Ingelheim widmete sich das QT in jener Zeit der Weiterentwicklung eines neuen Büroorganisationsprinzips – des Kombibüros. Dieses Büromodell verdankt seinen Namen der Kombination von Einzelarbeitsplätzen in Kleinräumen mit einer multifunktionalen Kommunikationszone in der Gebäudemitte.

Weitere bedeutende Neubauprojekte waren u. a. der Commerzbank-Tower in Frankfurt, der neue Posttower in Bonn sowie die Print Media Academy die Heidelberger Druckmaschinen AG.

1988 – 1999, Commerzbank AG, Frankfurt a. Main: Organisatorische Gebäudeplanung von den Grundlagen bis zum Einzug

Seit Beginn der Neunzigerjahre betätigte sich das QT zudem als Pionier bei der Planung und Umsetzung von Desk-Sharing-Konzepten, mit denen erstmals die feste Zuordnung von Schreibtischen und Mitarbeiter:innen aufgelöst wurde. Wie für Siemens Nixdorf und Siemens wurden an vielen deutschen Standorten moderne Bürokonzepte mit non-territorialen Anteilen umgesetzt.

Nach der Jahrtausendwende folgte mit dem standortübergreifenden Flexible-Office-Konzept (z.B. für Fujitsu Siemens Computers) ein weiterer Meilenstein bei der Entwicklung neuer Arbeitswelten, der Optimierung von Organisationsstrukturen und des Change Managements, zeitgleich entwickelte das QT seine Vision vom Büro der Zukunft weiter.

Neugier, Durchsetzungskraft und Mut zum Unbekannten in einer immer digitaler und globaler agierenden Welt kennzeichnen auch in den „Nullerjahren“ und darüber hinaus den Weg des QT – ehr erfahren Sie im zweiten Teil unseres historischen Rückblicks.