Nicht nur unser persönlicher Alltag, sondern auch unsere Arbeitswelt ist in den letzten Jahren immer digitaler geworden. Spätestens die Corona Pandemie hat in den zurückliegenden zwölf Monaten viele Unternehmen dazu gezwungen, sich intensiv mit dem Thema digitale Arbeit auseinanderzusetzen.

Auch wir bei combine beschäftigen uns sowohl im Rahmen der Zusammenarbeit mit unseren Kunden als auch in unserem Arbeitsalltag tagtäglich mit diesem Thema. Dabei ist uns schnell klar geworden, dass es neue Regeln und innovative Raumkonzepte erfordert, um dies für Arbeitnehmer sinnvoll und nachhaltig umsetzen zu können.

Unsere persönlichen Lehren aus dem letzten Jahr wollen wir hier mit Ihnen teilen. Dabei haben wir besonders auf das Zusammenspiel von Bricks (Gebäude), Bytes (IT-Ausstattung) und Behaviour (Verhalten) geachtet, das für uns elementar bei der Umsetzung erfolgreicher Büro- und Arbeitskonzepte ist.

1. Eine mobile IT-Ausstattung ist ein Muss (Bytes)

Während die Bedeutung des klassischen Arbeitsortes „Büro“ und damit die des Unternehmensstandortes abgenommen hat, sind eine gute technische Infrastruktur und moderne Hardware unverzichtbar geworden. Der Erfolg der digitalen Zusammenarbeit hängt stark von der Qualität der Internetverbindung und der Leistungsfähigkeit von Laptops oder Smartphones ab. Damit digitale Arbeit nachhaltig gelingt, muss die IT-Ausstattung der Mitarbeitenden so flexibel wie möglich sein und ein Support lückenlos funktionieren. Erst dann wird ortsungebundenes Arbeiten Realität.

Arbeitsplatz mit Computer

2. Workshops können auch digital zielführend durchgeführt werden! (Bytes)

Sowohl für unseren Consulting-Bereich als auch für unsere Design- und Planungstätigkeiten waren Workshops schon immer ein wichtiges Instrument, um die Bedürfnisse unserer Kunden zu verstehen und optimale Lösungen entwickeln zu können. Im vergangenen Jahr hat sich gezeigt, dass ein Großteil dieser Formate auch digital ergebnisorientiert und mit aktiver Beteiligung der Teilnehmer umgesetzt werden kann. Tools wie MS Teams, Miro, und Mentimeter bieten ein hohes Maß an Flexibilität und lassen sich an unterschiedliche Besprechungs-, Teamarbeits- und Workshop-Formate anpassen.

Dennoch hat das traditionelle analoge Workshop-Format mit dem guten alten „Post-it-Kleben“ auch in Zukunft seine Daseinsberechtigung: Kreative Arbeit funktioniert gemeinsam, vor Ort und mit analogen Visualisierungen, wie z.B. am Whiteboard, immer noch am besten.

Recherche am Arbeitsplatz

3. Räume müssen digitales und analoges Arbeiten miteinander verbinden können! (Bricks)

Nicht nur die Erfahrungen aus unseren digitalen Workshops haben uns in der Überzeugung bekräftigt, dass digitales und analoges Arbeiten sich nicht gegenseitig ausschließen. Beide Ansätze bieten Vorteile und Stärken, die es zu nutzen gilt. Um dies erfolgreich zu tun, braucht es einen dritten Faktor: zukunftsfähige, flexible Räume. Der Raum ist das verbindende Element, das in Zukunft einen flexiblen Wechsel von analoge auf digitale Arbeitsweisen ermöglichen muss und das, ohne dabei die Gesundheit der Mitarbeiter aus dem Blick zu verlieren.

Die Entscheidung darf in Zukunft nicht mehr zwischen Whiteboard oder Bildschirm getroffen werden, sondern muss beide Elemente zugunsten des flexiblen Arbeitsortes der Teilnehmer miteinander verknüpfen können.
Zukünftig werden wir die unterschiedlichen Welten nahtlos und völlig natürlich miteinander verweben. Also die Verbindung schaffen von physischem und virtuellem Raum in Kombination mit analogen und digitalen Tools – spontan, einfach und nach dem „plug and play“ Prinzip.

Arbeitsfläche, Combine Düsseldorf

4. Digitales Arbeiten erfordert Selbstorganisation und Spielregeln! (Behaviour)

Die vielleicht größte Schwachstelle des digitalen Arbeitens ist der mögliche Verlust des sozialen Zusammenlebens, welches einen wesentlichen Teil des gesunden Arbeitsumfeldes darstellt. Das ist uns auch bei combine schnell klar geworden, weshalb wir beispielsweise freiwillige Formate wie den „combine Lunch“ entwickelt haben, bei dem zwei Kollegen ausgelost werden, die dann virtuell miteinander Mittagessen.

Auch die Pausen, die man sich während der (digitalen) Arbeitszeit nicht gönnt oder das Wegfallen von bewährten Strukturen und Gewohnheiten können schnell zur Belastung werden. Um dem vorzubeugen, sind Selbstorganisation, gegenseitiger Respekt und klare Spielregeln in der gemeinsamen Zusammenarbeit unverzichtbar.

Ampel mit leuchtenden Ampelmännchen

5. Fazit: Hybriden Arbeitsmethoden gehört die Zukunft!

Aus den oben genannten Erfahrungen ziehen wir bei combine die Schlussfolgerung, dass Arbeitsmethoden, die es schaffen, über eine technologische Ausstattung und digitale Tools die Kollegen aus dem Homeoffice oder anderen Arbeitsorten mit den Kollegen im Besprechungsraum vor Ort im Büro zu verbinden, die besten Erfolgschancen für die Zukunft bieten. Hybride Formate bieten die beste Möglichkeit die Vorteile des digitalen und analogen Arbeitens zu kombinieren. Diese letzte und grundlegende Erkenntnis muss sich auch in der Gestaltung der Büroräume widerspiegeln: flexible, moderne und identitätsstiftenden Umgebungen werden auch künftig unverzichtbar sein. Denn nur durch solche Räume lassen sich die negativen Fliehkräfte ausbalancieren, die von einem Übermaß an digitaler Arbeit ausgehen können.

Bilder: pexels, combine