Laut einer im Juni 2021 vom Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) durchgeführten Umfrage rechnen Unternehmen auch „nach Corona“ mit deutlich mehr Homeoffice und hybriden Arbeitsmodellen. Demnach ist der Anteil an Unternehmen, die langfristig Homeoffice anbieten wollen, gestiegen. Genauso die Zahl der Mitarbeitenden, die das Angebot voraussichtlich in Anspruch nehmen werden.

Beide, Arbeitnehmer:innen und -geber:innen, haben in der Pandemie gelernt, dass man gut zu Hause und auch anderswo arbeiten kann. Aber wollen das wirklich alle Beteiligten auch dauerhaft? Ist ein flexibler Mix aus Homeoffice und physischem Büro, für die Unternehmen und Nutzer:innen das ideale Zukunftsmodell? Auch wir bei combine wollten das herausfinden und haben daher in einer kurzen Umfrage unter unseren Kolleg:innen erhoben, wo, wann und wie sie inzwischen am liebsten arbeiten.

1. Wo arbeite ich am liebsten?

40 Prozent unserer Mitarbeiter:innen bestätigen den aktuellen Trend und arbeiten am liebsten im Homeoffice und im Büro, je nach Tätigkeit und Anforderung an die Arbeit. 20 Prozent arbeiten nach wie vor am liebsten im Büro, was nicht nur der besseren Infrastruktur, sondern auch dem Kontakt mit Kolleg:innen geschuldet ist (siehe dazu auch Frage Nr. 3).

„Eine gute Mischung aus Homeoffice und Büro ist für mich optimal und hängt immer von der Terminlage ab. Im Büro genieße ich die Gemeinschaft mit den Kolleg:innen, aber in meinem eigenen Arbeitszimmer zu Hause kann ich konzentrierter und fokussierter arbeiten.“

2. Wann arbeite ich am liebsten?

Trotz eineinhalb Jahren Homeoffice arbeiten die meisten am liebsten „nine to five“, auch wenn es einige zeitliche Ausschläge nach oben und unten gibt.

„Ich schätze die Flexibilität sehr. Je nachdem, welche Herausforderungen und Termine der Tag auch privat für mich bereithält, kann ich wählen, ob ich früher anfange oder mich später nochmal an die Aufgabe ransetze.“

3. Wie arbeite ich am liebsten?

Priorität hat für die combiner:innen beim Arbeiten eine gute Infrastruktur (33 Prozent), also die Büro-Ausstattung in Sachen IT, Technik und Mobiliar. An zweiter Stellen folgen gleich mit 30 Prozent die lieben Kolleg:innen, da für viele der persönliche Austausch und die Kommunikation essenziell sind.

„Ich erschaffe am liebsten in einem inspirierenden Umfeld gemeinsam mit Kolleg:innen kreative Ideen. Die optimale Ausstattung darf da nicht fehlen.“

4. Was habe ich beim Arbeiten immer dabei?

Neben der IT-Ausstattung und dem Notizblock sind für unsere Kolleg:innen unter anderem Audiozubehör, Snacks und Getränke wichtig.

„Ohne mein kleines grünes combine-Notizheft und einen kleinen Spiegel, damit man vor den virtuellen Teams-Sessions nochmal prüfen kann, ob man noch präsentabel aussieht, geht es nicht.“

5. Wie halte ich mich während der Arbeit bei Laune?

Ohne den Austausch und die Nähe zu Kolleg:innen macht die Arbeit weniger Freude: Für 32 Prozent unserer Mitarbeitenden ist dies der wichtigste Faktor, der sie beim Arbeiten bei Laune hält.

„Für mich sind Obst, Getränke und Scherze mit den Kolleg:innen immer noch die beste Ablenkung.“

Unsere kleine Umfrage zeigt, wie wichtig unseren Kolleg:innen der Kontakt zueinander ist. Das physische Büro ist nach wie vor der wichtigste Ort, um Menschen zusammenzuführen. Wir sind davon überzeugt, dass Organisationen an ihrem Standort ein Umfeld schaffen sollten, das Angebote für Gemeinschaft und Kollaboration macht und den Nutzer:innen die Vorteile des analogen Arbeitens aufzeigt. (Verlinkung zu Interview Simone & Björn).

Unsere Befragung hat auch gezeigt: Die Bedürfnisse beim Arbeiten sind sehr individuell und hängen nicht nur davon ab, ob das WLAN zu Hause funktioniert oder ein eigenes Arbeitszimmer vorhanden ist. So gibt es viele, die am liebsten wieder jeden Tag im Büro wären, weil sie Job und Freizeit gerne räumlich trennen wollen. Und es gibt Eltern, die gerne im Homeoffice arbeiten und solche, für die es überhaupt nicht funktioniert. Und wieder andere wollen am liebsten in ihrem Stadtteil in einem Coworking Space mit anderen zusammenarbeiten.

Um all diesen Bedürfnissen gerecht zu werden und die Produktivität des Einzelnen zu unterstützen, sollten Unternehmen ihren Mitarbeiter:innen ganz im Sinne des Activity Based Working auch in Zukunft alle Möglichkeiten offen halten.