Die Berufseinsteiger:innen

Bei combine arbeiten Generation X, Millennials und Babyboomer unter einem Dach. Drei Generationen, die unterschiedlich arbeiten, unterschiedlich mit Digitalisierungs-, Kommunikations- und IT-Themen vertraut sind, und deren Sichtweisen auf Themen wie Motivationsmechanismen, Definitionen von Leistung und Work-Life-Balance mitunter divergieren.

Unser Unternehmen steht damit exemplarisch für viele andere vor der Herausforderung, den individuellen Anforderungen dieser Generationen gerecht zu werden, und für alle gleichbedeutende gemeinsame Ziele und Werte zu definieren. Die große Kunst ist es zudem, für diese Generationen neue Formen der Führung und Zusammenarbeit zu entwickeln und für einen regen Austausch zu sorgen, damit in beide Richtungen voneinander gelernt werden kann.

Wir haben unseren, mit 84 Jahren, ältesten aktiven Mitarbeiter nach den Werten gefragt, die junge Kolleg:innen von den „Erfahrenen“ vermittelt bekommen sollten, und die für alle Generationen gleichbedeutend sein sollten. Er hat uns fünf Stichworte gegeben, die wir näher beleuchten wollen. Im ersten Teil des Beitrags haben wir unsere „Newbies“ gefragt, wie sie zu diesen Werten stehen.

Lernbereitschaft

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„Als Newbie MUSS man Lernbereitschaft zeigen, da man noch nicht alles wissen kann, und damit auch erst offen für ein neues Unternehmen ist. D.h. im Umkehrschluss, wenn ein Newbie nicht lernbereit ist, ist es dringend notwendig, dass ein erfahrener Kollege es ihm beibringt.“

„Lebenslanges Lernen ist essenziell und weniger Pflicht – eine Haltung zum Leben. Die ältere Generation ist hier auch Vorbild über den Job hinaus. Und lebenslanges Lernen heißt auch, unter den verschiedenen Generationen voneinander zu lernen.“

„Für mich ist die Lernbereitschaft die wichtigste Grundlage als ‚Frischling‘. Aus dem Interesse und der Neugier, etwas Neues zu lernen, ergeben sich für mich dann auch die anderen Werte: Man ergreift die Initiative, etwas auszuprobieren, und trägt die Verantwortung, Aufgaben zu übernehmen. Man hat den Ehrgeiz, eine gute Leistung zu bringen und seine Ziele zu erreichen.“

„Es ist wichtig, dass die erfahrenen Kolleg:innen Lernbereitschaft vorleben. Auch wir ‚Neuen‘ bringen wichtigen neuen Input mit, von dem die Erfahrenen lernen können. Dabei sehe ich sowohl eine ‚Bring-‘ als auch eine ‚Holschuld‘: Von beiden Seiten sollte gezielt der Austausch gesucht werden, um voneinander zu lernen.“

„Leben heißt Lernen, sagte mein alter Chef immer.“

Initiative

„Um Verantwortung zu übernehmen, muss man auch selbst die Initiative ergreifen und anbieten, Themen und Aufgabenpakete zu übernehmen. Initiative ist also ein wichtiger Teil der Entwicklung.“

„Damit man als ‚Neue/r‘ Initiative zeigen kann, ist es auf Seite der Erfahrenen vor allem wichtig, Vertrauen und Wertschätzung für Vorschläge entgegenzubringen. In dieser Hinsicht ist es die Aufgabe der erfahrenen Kolleg:innen, ein Umfeld zu schaffen, in dem Initiative gesehen, erwünscht und unterstützt wird.“

„Initiative ergreift man erst, wenn man selbstsicher ist. Diese Selbstsicherheit können einem erfahrene Kolleg:innen mit auf den Weg geben.“

Zielstrebigkeit

„Zielstrebigkeit ist eine wichtige Voraussetzung für den Projekterfolg. Erfahrene Kolleg:innen können hier insofern ein Vorbild sein, als dass sie Zusammenarbeit ermöglichen, um gemeinsam Ziele zu erreichen.“

„Kurz gesagt: den eigenen Kurs bestimmen. Für Berater:innen ist hier aber auch wichtig, dass Vorbilder zeigen, wie die richtige Balance im Leben gesund und erfolgreich gelingen kann. Ähnlich wie bei der Lernbereitschaft kann man Einsatz, Zielstrebigkeit und Initiative nicht erlernen, sondern sollte diese Fähigkeiten ‚von Haus aus‘ mitbringen.“

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Einsatz

„Mir fällt es besonders dann leicht, guten Einsatz zu zeigen, wenn ich dabei etwas Neues lernen kann, und ich sehe, dass ich mit meinem Beitrag einen Mehrwert im Projekt leisten kann.“

„Erfahrene Kolleg:innen haben hier einerseits die Aufgabe der Vorbildfunktion, andererseits aber auch die Aufgabe, auf neue Kolleg:innen zu achten.“

Standing

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„Diesen Wert finde ich nicht so wichtig. Es geht eher darum, dass man sich eine gewisse Professionalität und Seriosität aufbaut bzw. von erfahrenen Kolleg:innen abguckt.“

„Natürlich ist es hilfreich, wenn erfahrene Kolleg:innen ein gewisses Ansehen in der Firma genießen, aber da spielen noch viele weitere Faktoren eine Rolle, die dazu beitragen.“

„Standing erarbeiten wir junge Kolleg:innen uns auch bei der älteren Generation. Diese kann Erwartungen aufzeigen und Anerkennung schenken. Ein Standing erlangen muss dann aber jede/r selbst auf die ganz persönliche Art.“

„Standing ergibt sich für mich dann, wenn die anderen Werte erfüllt werden und man sich dadurch das eigene Standing erarbeitet.“

„Erfahrene Kolleg:innen spielen hier eine wichtige Vorbildrolle, gerade auch, was das Standing vor Kund:innen betrifft. Wichtig ist mir aber dabei, dass die Nahbarkeit nicht verloren geht und man trotzdem auf Augenhöhe miteinander spricht.“

Was unseren „Newbies“ noch wichtig ist:

Ruhe und eine damit verbundene Sicherheit, von erfahrenen Kolleg:innen zu lernen. Und für mich persönlich ist auch das Zwischenmenschliche wichtig. Andersrum können die erfahrenen Kolleg:innen lernen, die Neugierde und Offenheit von Newbies beizubehalten.“

Erfahrung und Geschichte – wir können von der komprimierten Erfahrung profitieren, wenn wir zuhören und die Fehler der Vergangenheit nicht wiederholen müssen. Dies ist unser Vorsprung!“

Zusammenarbeit und Austausch zwischen neuen und erfahrenen Kolleg:innen, sodass ein vertrauensvoller und wertschätzender Umgang miteinander gepflegt wird.“

Wir bei combine freuen uns, dass unsere „Newbies“ die Werte unseres ältesten Mitarbeiters teilen. Denn das zeigt, dass unsere Kultur auf einheitlichen Werten basiert und eröffnet Chancen des Austauschs und der Weiterentwicklung auf beiden Seiten.
Wie unsere erfahrenen Kolleg:innen die Werte einschätzen, stellen wir im zweiten Teil unseres Beitrags, Anfang November, vor.

 

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