Die persönlichen Erfahrungen mit mobilem Arbeiten von Stanley Fuls, Corporate Architect bei der Sparda-Bank Berlin, veröffentlicht auf LinkedIn.

Wir möchten den Beitrag unseren Nutzer:innen nicht vorenthalten – vielen Dank an den Autoren für die Genehmigung – da er erfrischend und klar auf den Punkt bringt, was „mobil“ Arbeitende heute begeistert und bewegt. 14 Erkenntnisse, die die Chancen und Stolperfallen von flexiblen Arbeitsmodellen aufzeigen, sowie die Räume und Gegebenheiten, die dafür geschaffen werden müssen:

1. Gutes Werkzeug ist alles. Ohne stabiles, schnelles Internet, ohne ergonomische Möbel und ohne gute IT-Ausstattung geht es nicht.

2. Nicht pendeln / jeden Morgen fahren zu müssen, ist toll.

3. Mir geht es gut. Die Work-Life-Balance ist großartig und ich kann mir aktuell keinen klassischen Bürojob mehr vorstellen. Aber:

4. Mir fehlt ein wenig Struktur. Privates und Arbeit vermischen sich und gehen ineinander über.

5. Ich bin schneller als im Büro.

6. Manchmal überkommt mich daher ein schlechtes Gewissen, wenn ich mit dem, was ich mir für den Tag vorgenommen habe, fertig bin, ich aber noch Arbeitszeit ‚übrig‘ habe und ich Rasen mähen gehe. Aber nur manchmal. Denn:

Bild: Stanley Fuls

7. Kreativität braucht meiner Meinung nach auch Pausen und die wirklich guten Ideen kommen eher beim Rasen mähen als vor dem Rechner.

8. Wenn ich keine Lust auf Zuhause mehr habe, fahre ich nach Frankfurt-Oder in den Coworkingspace BLOK O.

9. Das Treffen mit Kollegen:innen ist unabdingbar. Insbesondere der Austausch über Konzepte und Ideen funktioniert gemeinsam besser.

10. Ich brauche dafür aber nicht unbedingt ein Headquarter – dieser Austausch kann auch ‚irgendwo‘ erfolgen; die Werkzeuge / Ausstattung dort müssen allerdings stimmen.

11. Ich glaube daher jetzt auch zu verstehen, was Tobias Kremkau und Ansgar Oberholz mit dem ‚3. Ort der Arbeit‘, also einem Ort zwischen Homeoffice und Zentrale, meinten. Davon braucht es mehr.

12. Es ist spannend und absolut empfehlenswert, das alles selbst zu testen.

13. 10 – 15m² reichen für alle Bürofunktionen.

14. Es ist ein Privileg, diese m² außerhalb der Wohnräume zu haben, denn Distanz ‚zwischen den Welten‘ hilft.